Franziska Böhler Instagram – Eigentlich bräuchte es 70 bis 80 Plätze, damit es sich ein Pflegeheim rechnet.
Das eigentliche Problem ist das fehlende Fachpersonal. Nur mit dem richtigen Personalschlüssel könnten auch genügend Bewohner und Bewohnerinnen aufgenommen werden..
Im vergangenen Jahr haben laut dem Branchendienst pflegemarkt.de 142 Pflegeheime von etwa 11.000 schließen müssen. 200 waren es bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Und bis Ende des Jahres werden laut dem Care Report der Unternehmensberatung Roland Berger 37 Prozent der Heime wohl rote Zahlen schreiben.
Pflegeheime waren für Investoren beliebte Renditeobjekte, die als sichere Anlage galten.
Doch der Grat zum Defizit ist schmal: Sind weniger als 98 Prozent der Plätze belegt, rutscht laut Verband der Alten- und Behindertenhilfe eine Einrichtung in die roten Zahlen. Und das kann schnell gehen, da das Personal fehlt: Laut einer Studie der Uni Bremen gibt es derzeit 100.000 Pflegekräfte zu wenig – und das bei steigendem Pflegebedarf.
Hinzu kommt, dass die Personalkosten für viele Einrichtungen mit der Tarifbindung im vergangenen Jahr gestiegen sind. Seit September 2022 können Pflegeheime ihre Leistungen mit den Kassen nur noch abrechnen, wenn sie ihr Personal nach Tarif bezahlen
Etwas einfacher haben es gemeinnützige Trägergesellschaften wie das Rote Kreuz, da sie längst nicht so hohen Renditen erwirtschaften müssen wie die großen Ketten.
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Pflegenotstand in a nutshell
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Quelle: Tagesschau
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