Auch mal ganz angenehm, dass mich mit der Maske niemand erkennt auf der Straße. #corona #covid19 #berlin #maskeauf
Wer noch nie etwas zu glattrasiert und mit hochgestelltem Iro bei einem Butterscotch & Walnut Old Fashioned-Drink mit fast zuen Augen in der Bar des Bennelong-Restaurants im Opernhaus Sydney saß, werfe den ersten Stein! #sydney #australien #sydneyoperahouse #bennelongrestaurant #oldfashioned
Ja, ich bin nochmal in die verbrannten Wälder Australiens gefahren. Vorher war ich im Bundesstaat Victoria unterwegs, diesmal in New South Wales. Ich will nachvollziehen, wie die Buschbrände sich auswirken, etwas weniger auf die Menschen bezogen, etwas mehr auf die Natur. Leicht abseits der klassischen Berichterstattung. In den nächsten Tagen möchte ich hier verschiedene Texte, Fotos und kurze Videos von dieser zweiten Tour veröffentlichen (aber nicht nur). Dieses Foto entstand in Bundanoon in einem Waldstück, das von der Feuerwehr präventiv abgebrannt wurde, als Rettung fast im letzten Moment. (Weil gefragt wurde: Ich bin in Australien einerseits aus privaten Gründen und andererseits für Buch-Recherchen). #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales
Das ist ein Fuchskusu. Er ist mir spätabends im Freycinet Nationalpark begegnet, in der Nähe eines Lodge-haften Hoteldörfchens. Er schien so zahm, dass ich etwas nicht überragend Kluges getan habe. Vielleicht hat der tasmanische Wein auch geholfen, denn ich entschied mich dazu, dem Fuchskusu meinen Zeigefinger hinzuhalten. Don‘t try this Wildtierstunt at home! Ich dachte, er schnuppert ein wenig dran – aber er hat mich gebissen! In den Finger! Es handelte sich allerdings um den sanftest-denkbaren Biss überhaupt. Es fühlte sich ungefähr an, als gerate mein Finger zwischen zwei supersofte Toastbrot-Scheiben, die von aufsteigenden Heliumballons zusammengedrückt werden. Der Fuchskusubiss war so sanft, so mild, so zart, dass ich überlege, ein Fuchskusu zu adoptieren, um mich allabendlich in den Schlaf beißen zu lassen. Fuchskusulove! #freycinetnationalpark #tasmania #tasmanien #fuchskusu #lebensgefahr
Das ist ein Fuchskusu. Er ist mir spätabends im Freycinet Nationalpark begegnet, in der Nähe eines Lodge-haften Hoteldörfchens. Er schien so zahm, dass ich etwas nicht überragend Kluges getan habe. Vielleicht hat der tasmanische Wein auch geholfen, denn ich entschied mich dazu, dem Fuchskusu meinen Zeigefinger hinzuhalten. Don‘t try this Wildtierstunt at home! Ich dachte, er schnuppert ein wenig dran – aber er hat mich gebissen! In den Finger! Es handelte sich allerdings um den sanftest-denkbaren Biss überhaupt. Es fühlte sich ungefähr an, als gerate mein Finger zwischen zwei supersofte Toastbrot-Scheiben, die von aufsteigenden Heliumballons zusammengedrückt werden. Der Fuchskusubiss war so sanft, so mild, so zart, dass ich überlege, ein Fuchskusu zu adoptieren, um mich allabendlich in den Schlaf beißen zu lassen. Fuchskusulove! #freycinetnationalpark #tasmania #tasmanien #fuchskusu #lebensgefahr
Das ist ein Fuchskusu. Er ist mir spätabends im Freycinet Nationalpark begegnet, in der Nähe eines Lodge-haften Hoteldörfchens. Er schien so zahm, dass ich etwas nicht überragend Kluges getan habe. Vielleicht hat der tasmanische Wein auch geholfen, denn ich entschied mich dazu, dem Fuchskusu meinen Zeigefinger hinzuhalten. Don‘t try this Wildtierstunt at home! Ich dachte, er schnuppert ein wenig dran – aber er hat mich gebissen! In den Finger! Es handelte sich allerdings um den sanftest-denkbaren Biss überhaupt. Es fühlte sich ungefähr an, als gerate mein Finger zwischen zwei supersofte Toastbrot-Scheiben, die von aufsteigenden Heliumballons zusammengedrückt werden. Der Fuchskusubiss war so sanft, so mild, so zart, dass ich überlege, ein Fuchskusu zu adoptieren, um mich allabendlich in den Schlaf beißen zu lassen. Fuchskusulove! #freycinetnationalpark #tasmania #tasmanien #fuchskusu #lebensgefahr
Am heftigsten ist vielleicht die Stille. Wo der Busch brannte, ist der Wald ein Ort ohne Geräusche. Mit drei Ausnahmen, eine verstörender als die andere. Zum ersten die Kakadus. In Gruppen kehren sie nach dem Brand zurück und beschweren sich laut über den nicht ordnungsgemäßen Zustand des Busches (Mutmaßung, noch zu recherchieren). Leider hören sich Kakadu-Schreie an, als würde man ein hungriges Baby mit spitzen Nadeln notschlachten. Die Zahl der Babies, die ich bisher notschlachtete, beträgt zwar rund null, aber you‘ll get the point. Die Schreie dringen markerschütternd bis in Organe, deren Namen man nicht kennt, obwohl sie lebenswichtig sind. Zum zweiten die Bäume, die knarren. Verbrannte Bäume knarren drastischer. Sie scheinen um ihr Leben zu knarren, das in vielen Fällen längst vorbei ist – vielleicht der Grund für die gruseligen Sounds: Das Knarren der Zombiebäume. Das dritte Geräusch habe ich auf allen Fotos im Gesicht. Es sind die bush flies, die australischen Buschfliegen. Ihr Schwirrgeräusch ertönt alle paar Sekunden, die Stille unterbrechend, und sie landen auf dir. Der verbrannte Wald liegt still, dann summt es und eine Buschfliege setzt sich auf dein Gesicht (Mosca vetustissima, die älteste Fliege, wenn mein Latinum noch funktioniert). In Australien sind Buschfliegen so überall, dass die Handbewegung des Fliegen Verscheuchens „australischer Gruß“ genannt wird. Screenshot als Beweis – wenn man auf Google eingibt „why there a“, dann wird ergänzt „.. are so many flies in australia“ – und zwar VOR „so many bushfires in australia“. Wirklich wahr (hängt evtl. vom Suchort ab). Buschfliegen lieben Blut, Schweiß und Tränen, obendrein Speichel und besonders Kot, denn dort legen sie ihre Eier. Die Buschfliegen sind also Kotgeborene und genauso arschig verhalten sie sich. Sie denken nicht dran, sich durch den australischen Gruß verscheuchen zu lassen. Sie setzen sich auf dein Gesicht, trinken Tränen und übertragen (Forschung needed) Krankheiten. Das ist die Stille nach dem Buschbrand: Kakaduschreie, Zombiebaumknarren, Buschfliegensummen. Ich kenne kaum Bedrückenderes. #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales
Am heftigsten ist vielleicht die Stille. Wo der Busch brannte, ist der Wald ein Ort ohne Geräusche. Mit drei Ausnahmen, eine verstörender als die andere. Zum ersten die Kakadus. In Gruppen kehren sie nach dem Brand zurück und beschweren sich laut über den nicht ordnungsgemäßen Zustand des Busches (Mutmaßung, noch zu recherchieren). Leider hören sich Kakadu-Schreie an, als würde man ein hungriges Baby mit spitzen Nadeln notschlachten. Die Zahl der Babies, die ich bisher notschlachtete, beträgt zwar rund null, aber you‘ll get the point. Die Schreie dringen markerschütternd bis in Organe, deren Namen man nicht kennt, obwohl sie lebenswichtig sind. Zum zweiten die Bäume, die knarren. Verbrannte Bäume knarren drastischer. Sie scheinen um ihr Leben zu knarren, das in vielen Fällen längst vorbei ist – vielleicht der Grund für die gruseligen Sounds: Das Knarren der Zombiebäume. Das dritte Geräusch habe ich auf allen Fotos im Gesicht. Es sind die bush flies, die australischen Buschfliegen. Ihr Schwirrgeräusch ertönt alle paar Sekunden, die Stille unterbrechend, und sie landen auf dir. Der verbrannte Wald liegt still, dann summt es und eine Buschfliege setzt sich auf dein Gesicht (Mosca vetustissima, die älteste Fliege, wenn mein Latinum noch funktioniert). In Australien sind Buschfliegen so überall, dass die Handbewegung des Fliegen Verscheuchens „australischer Gruß“ genannt wird. Screenshot als Beweis – wenn man auf Google eingibt „why there a“, dann wird ergänzt „.. are so many flies in australia“ – und zwar VOR „so many bushfires in australia“. Wirklich wahr (hängt evtl. vom Suchort ab). Buschfliegen lieben Blut, Schweiß und Tränen, obendrein Speichel und besonders Kot, denn dort legen sie ihre Eier. Die Buschfliegen sind also Kotgeborene und genauso arschig verhalten sie sich. Sie denken nicht dran, sich durch den australischen Gruß verscheuchen zu lassen. Sie setzen sich auf dein Gesicht, trinken Tränen und übertragen (Forschung needed) Krankheiten. Das ist die Stille nach dem Buschbrand: Kakaduschreie, Zombiebaumknarren, Buschfliegensummen. Ich kenne kaum Bedrückenderes. #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales
Am heftigsten ist vielleicht die Stille. Wo der Busch brannte, ist der Wald ein Ort ohne Geräusche. Mit drei Ausnahmen, eine verstörender als die andere. Zum ersten die Kakadus. In Gruppen kehren sie nach dem Brand zurück und beschweren sich laut über den nicht ordnungsgemäßen Zustand des Busches (Mutmaßung, noch zu recherchieren). Leider hören sich Kakadu-Schreie an, als würde man ein hungriges Baby mit spitzen Nadeln notschlachten. Die Zahl der Babies, die ich bisher notschlachtete, beträgt zwar rund null, aber you‘ll get the point. Die Schreie dringen markerschütternd bis in Organe, deren Namen man nicht kennt, obwohl sie lebenswichtig sind. Zum zweiten die Bäume, die knarren. Verbrannte Bäume knarren drastischer. Sie scheinen um ihr Leben zu knarren, das in vielen Fällen längst vorbei ist – vielleicht der Grund für die gruseligen Sounds: Das Knarren der Zombiebäume. Das dritte Geräusch habe ich auf allen Fotos im Gesicht. Es sind die bush flies, die australischen Buschfliegen. Ihr Schwirrgeräusch ertönt alle paar Sekunden, die Stille unterbrechend, und sie landen auf dir. Der verbrannte Wald liegt still, dann summt es und eine Buschfliege setzt sich auf dein Gesicht (Mosca vetustissima, die älteste Fliege, wenn mein Latinum noch funktioniert). In Australien sind Buschfliegen so überall, dass die Handbewegung des Fliegen Verscheuchens „australischer Gruß“ genannt wird. Screenshot als Beweis – wenn man auf Google eingibt „why there a“, dann wird ergänzt „.. are so many flies in australia“ – und zwar VOR „so many bushfires in australia“. Wirklich wahr (hängt evtl. vom Suchort ab). Buschfliegen lieben Blut, Schweiß und Tränen, obendrein Speichel und besonders Kot, denn dort legen sie ihre Eier. Die Buschfliegen sind also Kotgeborene und genauso arschig verhalten sie sich. Sie denken nicht dran, sich durch den australischen Gruß verscheuchen zu lassen. Sie setzen sich auf dein Gesicht, trinken Tränen und übertragen (Forschung needed) Krankheiten. Das ist die Stille nach dem Buschbrand: Kakaduschreie, Zombiebaumknarren, Buschfliegensummen. Ich kenne kaum Bedrückenderes. #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales
Am heftigsten ist vielleicht die Stille. Wo der Busch brannte, ist der Wald ein Ort ohne Geräusche. Mit drei Ausnahmen, eine verstörender als die andere. Zum ersten die Kakadus. In Gruppen kehren sie nach dem Brand zurück und beschweren sich laut über den nicht ordnungsgemäßen Zustand des Busches (Mutmaßung, noch zu recherchieren). Leider hören sich Kakadu-Schreie an, als würde man ein hungriges Baby mit spitzen Nadeln notschlachten. Die Zahl der Babies, die ich bisher notschlachtete, beträgt zwar rund null, aber you‘ll get the point. Die Schreie dringen markerschütternd bis in Organe, deren Namen man nicht kennt, obwohl sie lebenswichtig sind. Zum zweiten die Bäume, die knarren. Verbrannte Bäume knarren drastischer. Sie scheinen um ihr Leben zu knarren, das in vielen Fällen längst vorbei ist – vielleicht der Grund für die gruseligen Sounds: Das Knarren der Zombiebäume. Das dritte Geräusch habe ich auf allen Fotos im Gesicht. Es sind die bush flies, die australischen Buschfliegen. Ihr Schwirrgeräusch ertönt alle paar Sekunden, die Stille unterbrechend, und sie landen auf dir. Der verbrannte Wald liegt still, dann summt es und eine Buschfliege setzt sich auf dein Gesicht (Mosca vetustissima, die älteste Fliege, wenn mein Latinum noch funktioniert). In Australien sind Buschfliegen so überall, dass die Handbewegung des Fliegen Verscheuchens „australischer Gruß“ genannt wird. Screenshot als Beweis – wenn man auf Google eingibt „why there a“, dann wird ergänzt „.. are so many flies in australia“ – und zwar VOR „so many bushfires in australia“. Wirklich wahr (hängt evtl. vom Suchort ab). Buschfliegen lieben Blut, Schweiß und Tränen, obendrein Speichel und besonders Kot, denn dort legen sie ihre Eier. Die Buschfliegen sind also Kotgeborene und genauso arschig verhalten sie sich. Sie denken nicht dran, sich durch den australischen Gruß verscheuchen zu lassen. Sie setzen sich auf dein Gesicht, trinken Tränen und übertragen (Forschung needed) Krankheiten. Das ist die Stille nach dem Buschbrand: Kakaduschreie, Zombiebaumknarren, Buschfliegensummen. Ich kenne kaum Bedrückenderes. #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales
Eure Insta-Performance? Ganz ehrlich, ich bin skeptisch. Bissi enttäuscht auch, klar, aber vor allem skeptisch. Skeptisch und müde. Skeptisch und unrasiert.
Es brennt für immer, wirklich wahr. Okay, nicht an diesem Ort. Trotzdem – knapp zwei Wochen nach dem Buschbrand hier in Bundanoon stoße ich mitten im schwarzgekohlten Gehölz immer wieder auf brennende oder glühende Baumstümpfe. Es raucht und schmaucht quer durch den Wald weiter, und wenn Blätter auf die Glut geweht werden, kann es nochmal ordentlich hochlodern. Hier im Film ist nur eine Minimalversion zu sehen, deren Zeuge ich werden konnte. Im Dorf habe ich zwei junge, einheimische Männer angesprochen, sie tranken Bier (Victoria Bitter, mag sonst eigentlich niemand hier). Sie sprachen über „die Feuer“; sie verwendeten stets den Plural. Dass Stümpfe weiterbrennen, sei zwar normal, aber sie würden es sich nochmal genauer anschauen, ihre „properties“ lägen schließlich nicht weit entfernt. Der eine sagte, er hätte sich nach den Feuern entschlossen, in die „conservation“ zu gehen: Er möchte im Natur- und Brandschutz arbeiten („wildlife conservation“ heißt es eigentlich). In Europa glauben die meisten wildnisfern lebenden Leute (das sind fast alle), Feuer seien ein eher kurzfristiges Phänomen. Flammen züngeln, brennen vielleicht einiges nieder, aber verlöschen dann zeitnah und fertig. Im Osten Australiens, ein paar hundert Kilometer nördlich von Sydney, brennt ein Berg, der phantasieloserweise „Burning Mountain“ genannt wird. Er brennt seit 6.000 Jahren. Unter den richtigen Bedingungen – im Videoclip bekommt man einen kleinen Eindruck – ist Feuer außerordentlich stabil in seiner Existenz. Auch außerhalb des Feuerkontinents Australien. Im Saarland in der Nähe von Dudweiler ist in den 60er Jahren ein Kohleflöz in Brand geraten, das heute immer noch brennt. Und zwar in den 1660ern. Die Buschfeuer in Australien brennen immer. Und für immer. Es gibt keinen Moment, in dem nichts brennen würde, und zwar buchstäblich seit Urzeiten. Nur – alle, wirklich alle, mit denen ich sprach, sagten: Der Brandsommer 2019/2020 hat ein völlig neues Level erreicht. Diese Größenordnung, diese Intensität ist nie dagewesen. Darunter waren auch Leute, die den Klimawandel bisher nach eigener Aussage als „bullshit“ bezeichnet haben. Sogar sie sind ins Nachdenken geraten. #australienbrennt
ACHTUNG – FOTOS TOTER TIERE. Im Januar 2020 geht die Nachricht herum, es seien eine Milliarde Tiere bei den Buschbränden verendet. Eine Schätzung, zu der man schwer Bezug herstellen kann. Außer man ist vor Ort. In manchen Wäldern sieht man auf den ersten Blick kein Tier. In anderen stößt man alle paar Meter auf Tierleichen. Exkurs: Ich bin schon in Süd- und Nordamerika gewandert, in Asien, Ozeanien und in Europa fast überall. Aber nirgends gibt es so viel Roadkill wie in Australien. Die Straßen sind gesäumt von Tierleichen. Am krassesten Tasmanien; an tasmanischen Landstraßen findet sich buchstäblich kein Meter ohne Tierknochen. Ich habe dort mehr Känguruwirbelsäulen gesehen als Menschen. Das liegt einerseits an der großen Zahl wilder Tiere und andererseits daran, dass Beuteltiere noch weniger geschickt mit der Todesgefahr Auto umgehen können als etwa Rehe. Australien ist der Kontinent der toten Tiere. Und trotzdem: Bei den Buschbränden sind so unfassbar viele Tiere verendet, dass es Forderungen nach einem offiziellen „Kadavermanagement“ gibt. In der Natur bildet sich um Kadaver eine sogenannte Halo. Im verrottenden Körper sind so viele Nährstoffe, dass bestimmte Pflanzen schneller und prächtiger wachsen. Sie bilden einen gut erkennbaren Pflanzenring um die Aasstelle. Bis jetzt ist kaum erforscht, was eine Milliarde Kadaver für die Natur bedeuten. Bei dem Hirsch auf dem Foto ist wiederum nicht 100% klar, ob er durchs Feuer starb. Dafür spricht der Zeitpunkt des Todes und dass er weit von der Straße entfernt liegt. Sein Geweih wurde nachträglich entfernt, von wem auch immer. Hitze ist Killer Nummer eins bei Buschbränden, für Mensch und Tier. Dann kommen Gase und die damit einhergehende Erstickung. Auch Erschöpfung und Nahrungsmangel lange nach dem Feuer spielen eine Rolle. Tod durch Verbrennen ist seltener als man glaubt. Inzwischen ist das Überleben einiger Arten ernsthaft bedroht durch die Buschfeuer, Warzenhonigfresser oder Blue Mountain-Wasserskinks etwa. Auch Quokka- und Koala-Populationen wurden empfindlich getroffen. Buschbrände und Tiersterben sind ein normaler Bestandteil der Evolution. Aber nicht in dieser Größenordnung. #australienbrennt
ACHTUNG – FOTOS TOTER TIERE. Im Januar 2020 geht die Nachricht herum, es seien eine Milliarde Tiere bei den Buschbränden verendet. Eine Schätzung, zu der man schwer Bezug herstellen kann. Außer man ist vor Ort. In manchen Wäldern sieht man auf den ersten Blick kein Tier. In anderen stößt man alle paar Meter auf Tierleichen. Exkurs: Ich bin schon in Süd- und Nordamerika gewandert, in Asien, Ozeanien und in Europa fast überall. Aber nirgends gibt es so viel Roadkill wie in Australien. Die Straßen sind gesäumt von Tierleichen. Am krassesten Tasmanien; an tasmanischen Landstraßen findet sich buchstäblich kein Meter ohne Tierknochen. Ich habe dort mehr Känguruwirbelsäulen gesehen als Menschen. Das liegt einerseits an der großen Zahl wilder Tiere und andererseits daran, dass Beuteltiere noch weniger geschickt mit der Todesgefahr Auto umgehen können als etwa Rehe. Australien ist der Kontinent der toten Tiere. Und trotzdem: Bei den Buschbränden sind so unfassbar viele Tiere verendet, dass es Forderungen nach einem offiziellen „Kadavermanagement“ gibt. In der Natur bildet sich um Kadaver eine sogenannte Halo. Im verrottenden Körper sind so viele Nährstoffe, dass bestimmte Pflanzen schneller und prächtiger wachsen. Sie bilden einen gut erkennbaren Pflanzenring um die Aasstelle. Bis jetzt ist kaum erforscht, was eine Milliarde Kadaver für die Natur bedeuten. Bei dem Hirsch auf dem Foto ist wiederum nicht 100% klar, ob er durchs Feuer starb. Dafür spricht der Zeitpunkt des Todes und dass er weit von der Straße entfernt liegt. Sein Geweih wurde nachträglich entfernt, von wem auch immer. Hitze ist Killer Nummer eins bei Buschbränden, für Mensch und Tier. Dann kommen Gase und die damit einhergehende Erstickung. Auch Erschöpfung und Nahrungsmangel lange nach dem Feuer spielen eine Rolle. Tod durch Verbrennen ist seltener als man glaubt. Inzwischen ist das Überleben einiger Arten ernsthaft bedroht durch die Buschfeuer, Warzenhonigfresser oder Blue Mountain-Wasserskinks etwa. Auch Quokka- und Koala-Populationen wurden empfindlich getroffen. Buschbrände und Tiersterben sind ein normaler Bestandteil der Evolution. Aber nicht in dieser Größenordnung. #australienbrennt
ACHTUNG – FOTOS TOTER TIERE. Im Januar 2020 geht die Nachricht herum, es seien eine Milliarde Tiere bei den Buschbränden verendet. Eine Schätzung, zu der man schwer Bezug herstellen kann. Außer man ist vor Ort. In manchen Wäldern sieht man auf den ersten Blick kein Tier. In anderen stößt man alle paar Meter auf Tierleichen. Exkurs: Ich bin schon in Süd- und Nordamerika gewandert, in Asien, Ozeanien und in Europa fast überall. Aber nirgends gibt es so viel Roadkill wie in Australien. Die Straßen sind gesäumt von Tierleichen. Am krassesten Tasmanien; an tasmanischen Landstraßen findet sich buchstäblich kein Meter ohne Tierknochen. Ich habe dort mehr Känguruwirbelsäulen gesehen als Menschen. Das liegt einerseits an der großen Zahl wilder Tiere und andererseits daran, dass Beuteltiere noch weniger geschickt mit der Todesgefahr Auto umgehen können als etwa Rehe. Australien ist der Kontinent der toten Tiere. Und trotzdem: Bei den Buschbränden sind so unfassbar viele Tiere verendet, dass es Forderungen nach einem offiziellen „Kadavermanagement“ gibt. In der Natur bildet sich um Kadaver eine sogenannte Halo. Im verrottenden Körper sind so viele Nährstoffe, dass bestimmte Pflanzen schneller und prächtiger wachsen. Sie bilden einen gut erkennbaren Pflanzenring um die Aasstelle. Bis jetzt ist kaum erforscht, was eine Milliarde Kadaver für die Natur bedeuten. Bei dem Hirsch auf dem Foto ist wiederum nicht 100% klar, ob er durchs Feuer starb. Dafür spricht der Zeitpunkt des Todes und dass er weit von der Straße entfernt liegt. Sein Geweih wurde nachträglich entfernt, von wem auch immer. Hitze ist Killer Nummer eins bei Buschbränden, für Mensch und Tier. Dann kommen Gase und die damit einhergehende Erstickung. Auch Erschöpfung und Nahrungsmangel lange nach dem Feuer spielen eine Rolle. Tod durch Verbrennen ist seltener als man glaubt. Inzwischen ist das Überleben einiger Arten ernsthaft bedroht durch die Buschfeuer, Warzenhonigfresser oder Blue Mountain-Wasserskinks etwa. Auch Quokka- und Koala-Populationen wurden empfindlich getroffen. Buschbrände und Tiersterben sind ein normaler Bestandteil der Evolution. Aber nicht in dieser Größenordnung. #australienbrennt
ACHTUNG – FOTOS TOTER TIERE. Im Januar 2020 geht die Nachricht herum, es seien eine Milliarde Tiere bei den Buschbränden verendet. Eine Schätzung, zu der man schwer Bezug herstellen kann. Außer man ist vor Ort. In manchen Wäldern sieht man auf den ersten Blick kein Tier. In anderen stößt man alle paar Meter auf Tierleichen. Exkurs: Ich bin schon in Süd- und Nordamerika gewandert, in Asien, Ozeanien und in Europa fast überall. Aber nirgends gibt es so viel Roadkill wie in Australien. Die Straßen sind gesäumt von Tierleichen. Am krassesten Tasmanien; an tasmanischen Landstraßen findet sich buchstäblich kein Meter ohne Tierknochen. Ich habe dort mehr Känguruwirbelsäulen gesehen als Menschen. Das liegt einerseits an der großen Zahl wilder Tiere und andererseits daran, dass Beuteltiere noch weniger geschickt mit der Todesgefahr Auto umgehen können als etwa Rehe. Australien ist der Kontinent der toten Tiere. Und trotzdem: Bei den Buschbränden sind so unfassbar viele Tiere verendet, dass es Forderungen nach einem offiziellen „Kadavermanagement“ gibt. In der Natur bildet sich um Kadaver eine sogenannte Halo. Im verrottenden Körper sind so viele Nährstoffe, dass bestimmte Pflanzen schneller und prächtiger wachsen. Sie bilden einen gut erkennbaren Pflanzenring um die Aasstelle. Bis jetzt ist kaum erforscht, was eine Milliarde Kadaver für die Natur bedeuten. Bei dem Hirsch auf dem Foto ist wiederum nicht 100% klar, ob er durchs Feuer starb. Dafür spricht der Zeitpunkt des Todes und dass er weit von der Straße entfernt liegt. Sein Geweih wurde nachträglich entfernt, von wem auch immer. Hitze ist Killer Nummer eins bei Buschbränden, für Mensch und Tier. Dann kommen Gase und die damit einhergehende Erstickung. Auch Erschöpfung und Nahrungsmangel lange nach dem Feuer spielen eine Rolle. Tod durch Verbrennen ist seltener als man glaubt. Inzwischen ist das Überleben einiger Arten ernsthaft bedroht durch die Buschfeuer, Warzenhonigfresser oder Blue Mountain-Wasserskinks etwa. Auch Quokka- und Koala-Populationen wurden empfindlich getroffen. Buschbrände und Tiersterben sind ein normaler Bestandteil der Evolution. Aber nicht in dieser Größenordnung. #australienbrennt
Das Feuer geht, die Gefahr bleibt. Auf viele verschiedene Arten. Genau auf dieser Straße in Batlow fuhr ich kurz zuvor noch entlang. Wenig später ist ein Baum draufgestürzt, quer über die Fahrbahn. Sofort ruft jemand die Polizei und Greg, der Polizist von Batlow, eilt herbei, um den Verkehr um den Baum zu leiten und die Aufräumarbeiten zu koordinieren. Im SPIEGEL (und digital auf Spiegel ) erschien vor zwei Wochen eine sehr lesenswerte Reportage von @jonathanstock. Er war auch im schlimm getroffenen Batlow, der „Apfelstadt“ von New South Wales, deshalb bin ich überhaupt hier. Greg erzählt, wie sehr die Gegend gelitten hat, und einige interessante Details. Blackberries, Brombeersträuche, seien die eigentliche Gefahr. Wo sie wachsen, hätten die Flammen genug Futter, um die Bäume über die Blätter und kleine Äste hinaus intensiver in Brand zu setzen. Ich habe das nicht verifizieren können, aber Greg erscheint mir als Wissensbrunnen des praktischen Feuer-Handlings. Dass immer wieder Bäume umfallen, ist ein Grund, warum LED-Tafeln aufgestellt werden: „Buschfeuer-betroffenes Gebiet – fahren Sie vorsichtig“. Die Feuerlogistik ist ebenso wie die Postfeuerlogistik beeindruckend. Und zugleich hemdsärmlig, denn sie ruht überwiegend auf freiwilligen Schultern. Bis zu 90% der Firies, der Feuerwehrleute Australiens, sind mehr oder weniger unbezahlte Ehrenamtliche. Ein paar Minuten später kommt das Räumkommando. Mit Motorsäge, Ketten und Pick-Up bewaffnet, machen sie die Straße wieder frei. Klappt nicht immer beim ersten Mal, wie man sieht. Aber irgendwann doch. Das Militär fährt zwar herum, um die sturzgefährdetsten Straßenbäume sofort zu fällen, aber nur die eindeutigen Fälle. Zum ersten Mal überhaupt beteiligen sich Soldaten an der Brandräumung, was viele Australier beeindruckt, weil es ein Zeichen der Katastrophalität ist. Greg sagt, das hier sei typisch für Eukalyptus. Wenn deren Substanz erst brenne, dauere das sehr lange, das Innere des Stamms werde ausgehöhlt, der Baum gerate in akute Umkippgefahr. Besonders Zwillingsstämme könnten sich bei Trockenheit abspalten. Und umfallen, so wie hier. #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales
Das Feuer geht, die Gefahr bleibt. Auf viele verschiedene Arten. Genau auf dieser Straße in Batlow fuhr ich kurz zuvor noch entlang. Wenig später ist ein Baum draufgestürzt, quer über die Fahrbahn. Sofort ruft jemand die Polizei und Greg, der Polizist von Batlow, eilt herbei, um den Verkehr um den Baum zu leiten und die Aufräumarbeiten zu koordinieren. Im SPIEGEL (und digital auf Spiegel ) erschien vor zwei Wochen eine sehr lesenswerte Reportage von @jonathanstock. Er war auch im schlimm getroffenen Batlow, der „Apfelstadt“ von New South Wales, deshalb bin ich überhaupt hier. Greg erzählt, wie sehr die Gegend gelitten hat, und einige interessante Details. Blackberries, Brombeersträuche, seien die eigentliche Gefahr. Wo sie wachsen, hätten die Flammen genug Futter, um die Bäume über die Blätter und kleine Äste hinaus intensiver in Brand zu setzen. Ich habe das nicht verifizieren können, aber Greg erscheint mir als Wissensbrunnen des praktischen Feuer-Handlings. Dass immer wieder Bäume umfallen, ist ein Grund, warum LED-Tafeln aufgestellt werden: „Buschfeuer-betroffenes Gebiet – fahren Sie vorsichtig“. Die Feuerlogistik ist ebenso wie die Postfeuerlogistik beeindruckend. Und zugleich hemdsärmlig, denn sie ruht überwiegend auf freiwilligen Schultern. Bis zu 90% der Firies, der Feuerwehrleute Australiens, sind mehr oder weniger unbezahlte Ehrenamtliche. Ein paar Minuten später kommt das Räumkommando. Mit Motorsäge, Ketten und Pick-Up bewaffnet, machen sie die Straße wieder frei. Klappt nicht immer beim ersten Mal, wie man sieht. Aber irgendwann doch. Das Militär fährt zwar herum, um die sturzgefährdetsten Straßenbäume sofort zu fällen, aber nur die eindeutigen Fälle. Zum ersten Mal überhaupt beteiligen sich Soldaten an der Brandräumung, was viele Australier beeindruckt, weil es ein Zeichen der Katastrophalität ist. Greg sagt, das hier sei typisch für Eukalyptus. Wenn deren Substanz erst brenne, dauere das sehr lange, das Innere des Stamms werde ausgehöhlt, der Baum gerate in akute Umkippgefahr. Besonders Zwillingsstämme könnten sich bei Trockenheit abspalten. Und umfallen, so wie hier. #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales
Das Feuer geht, die Gefahr bleibt. Auf viele verschiedene Arten. Genau auf dieser Straße in Batlow fuhr ich kurz zuvor noch entlang. Wenig später ist ein Baum draufgestürzt, quer über die Fahrbahn. Sofort ruft jemand die Polizei und Greg, der Polizist von Batlow, eilt herbei, um den Verkehr um den Baum zu leiten und die Aufräumarbeiten zu koordinieren. Im SPIEGEL (und digital auf Spiegel ) erschien vor zwei Wochen eine sehr lesenswerte Reportage von @jonathanstock. Er war auch im schlimm getroffenen Batlow, der „Apfelstadt“ von New South Wales, deshalb bin ich überhaupt hier. Greg erzählt, wie sehr die Gegend gelitten hat, und einige interessante Details. Blackberries, Brombeersträuche, seien die eigentliche Gefahr. Wo sie wachsen, hätten die Flammen genug Futter, um die Bäume über die Blätter und kleine Äste hinaus intensiver in Brand zu setzen. Ich habe das nicht verifizieren können, aber Greg erscheint mir als Wissensbrunnen des praktischen Feuer-Handlings. Dass immer wieder Bäume umfallen, ist ein Grund, warum LED-Tafeln aufgestellt werden: „Buschfeuer-betroffenes Gebiet – fahren Sie vorsichtig“. Die Feuerlogistik ist ebenso wie die Postfeuerlogistik beeindruckend. Und zugleich hemdsärmlig, denn sie ruht überwiegend auf freiwilligen Schultern. Bis zu 90% der Firies, der Feuerwehrleute Australiens, sind mehr oder weniger unbezahlte Ehrenamtliche. Ein paar Minuten später kommt das Räumkommando. Mit Motorsäge, Ketten und Pick-Up bewaffnet, machen sie die Straße wieder frei. Klappt nicht immer beim ersten Mal, wie man sieht. Aber irgendwann doch. Das Militär fährt zwar herum, um die sturzgefährdetsten Straßenbäume sofort zu fällen, aber nur die eindeutigen Fälle. Zum ersten Mal überhaupt beteiligen sich Soldaten an der Brandräumung, was viele Australier beeindruckt, weil es ein Zeichen der Katastrophalität ist. Greg sagt, das hier sei typisch für Eukalyptus. Wenn deren Substanz erst brenne, dauere das sehr lange, das Innere des Stamms werde ausgehöhlt, der Baum gerate in akute Umkippgefahr. Besonders Zwillingsstämme könnten sich bei Trockenheit abspalten. Und umfallen, so wie hier. #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales
Das Feuer geht, die Gefahr bleibt. Auf viele verschiedene Arten. Genau auf dieser Straße in Batlow fuhr ich kurz zuvor noch entlang. Wenig später ist ein Baum draufgestürzt, quer über die Fahrbahn. Sofort ruft jemand die Polizei und Greg, der Polizist von Batlow, eilt herbei, um den Verkehr um den Baum zu leiten und die Aufräumarbeiten zu koordinieren. Im SPIEGEL (und digital auf Spiegel ) erschien vor zwei Wochen eine sehr lesenswerte Reportage von @jonathanstock. Er war auch im schlimm getroffenen Batlow, der „Apfelstadt“ von New South Wales, deshalb bin ich überhaupt hier. Greg erzählt, wie sehr die Gegend gelitten hat, und einige interessante Details. Blackberries, Brombeersträuche, seien die eigentliche Gefahr. Wo sie wachsen, hätten die Flammen genug Futter, um die Bäume über die Blätter und kleine Äste hinaus intensiver in Brand zu setzen. Ich habe das nicht verifizieren können, aber Greg erscheint mir als Wissensbrunnen des praktischen Feuer-Handlings. Dass immer wieder Bäume umfallen, ist ein Grund, warum LED-Tafeln aufgestellt werden: „Buschfeuer-betroffenes Gebiet – fahren Sie vorsichtig“. Die Feuerlogistik ist ebenso wie die Postfeuerlogistik beeindruckend. Und zugleich hemdsärmlig, denn sie ruht überwiegend auf freiwilligen Schultern. Bis zu 90% der Firies, der Feuerwehrleute Australiens, sind mehr oder weniger unbezahlte Ehrenamtliche. Ein paar Minuten später kommt das Räumkommando. Mit Motorsäge, Ketten und Pick-Up bewaffnet, machen sie die Straße wieder frei. Klappt nicht immer beim ersten Mal, wie man sieht. Aber irgendwann doch. Das Militär fährt zwar herum, um die sturzgefährdetsten Straßenbäume sofort zu fällen, aber nur die eindeutigen Fälle. Zum ersten Mal überhaupt beteiligen sich Soldaten an der Brandräumung, was viele Australier beeindruckt, weil es ein Zeichen der Katastrophalität ist. Greg sagt, das hier sei typisch für Eukalyptus. Wenn deren Substanz erst brenne, dauere das sehr lange, das Innere des Stamms werde ausgehöhlt, der Baum gerate in akute Umkippgefahr. Besonders Zwillingsstämme könnten sich bei Trockenheit abspalten. Und umfallen, so wie hier. #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales
Das Feuer geht, die Gefahr bleibt. Auf viele verschiedene Arten. Genau auf dieser Straße in Batlow fuhr ich kurz zuvor noch entlang. Wenig später ist ein Baum draufgestürzt, quer über die Fahrbahn. Sofort ruft jemand die Polizei und Greg, der Polizist von Batlow, eilt herbei, um den Verkehr um den Baum zu leiten und die Aufräumarbeiten zu koordinieren. Im SPIEGEL (und digital auf Spiegel ) erschien vor zwei Wochen eine sehr lesenswerte Reportage von @jonathanstock. Er war auch im schlimm getroffenen Batlow, der „Apfelstadt“ von New South Wales, deshalb bin ich überhaupt hier. Greg erzählt, wie sehr die Gegend gelitten hat, und einige interessante Details. Blackberries, Brombeersträuche, seien die eigentliche Gefahr. Wo sie wachsen, hätten die Flammen genug Futter, um die Bäume über die Blätter und kleine Äste hinaus intensiver in Brand zu setzen. Ich habe das nicht verifizieren können, aber Greg erscheint mir als Wissensbrunnen des praktischen Feuer-Handlings. Dass immer wieder Bäume umfallen, ist ein Grund, warum LED-Tafeln aufgestellt werden: „Buschfeuer-betroffenes Gebiet – fahren Sie vorsichtig“. Die Feuerlogistik ist ebenso wie die Postfeuerlogistik beeindruckend. Und zugleich hemdsärmlig, denn sie ruht überwiegend auf freiwilligen Schultern. Bis zu 90% der Firies, der Feuerwehrleute Australiens, sind mehr oder weniger unbezahlte Ehrenamtliche. Ein paar Minuten später kommt das Räumkommando. Mit Motorsäge, Ketten und Pick-Up bewaffnet, machen sie die Straße wieder frei. Klappt nicht immer beim ersten Mal, wie man sieht. Aber irgendwann doch. Das Militär fährt zwar herum, um die sturzgefährdetsten Straßenbäume sofort zu fällen, aber nur die eindeutigen Fälle. Zum ersten Mal überhaupt beteiligen sich Soldaten an der Brandräumung, was viele Australier beeindruckt, weil es ein Zeichen der Katastrophalität ist. Greg sagt, das hier sei typisch für Eukalyptus. Wenn deren Substanz erst brenne, dauere das sehr lange, das Innere des Stamms werde ausgehöhlt, der Baum gerate in akute Umkippgefahr. Besonders Zwillingsstämme könnten sich bei Trockenheit abspalten. Und umfallen, so wie hier. #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales
Das Feuer geht, die Gefahr bleibt. Auf viele verschiedene Arten. Genau auf dieser Straße in Batlow fuhr ich kurz zuvor noch entlang. Wenig später ist ein Baum draufgestürzt, quer über die Fahrbahn. Sofort ruft jemand die Polizei und Greg, der Polizist von Batlow, eilt herbei, um den Verkehr um den Baum zu leiten und die Aufräumarbeiten zu koordinieren. Im SPIEGEL (und digital auf Spiegel ) erschien vor zwei Wochen eine sehr lesenswerte Reportage von @jonathanstock. Er war auch im schlimm getroffenen Batlow, der „Apfelstadt“ von New South Wales, deshalb bin ich überhaupt hier. Greg erzählt, wie sehr die Gegend gelitten hat, und einige interessante Details. Blackberries, Brombeersträuche, seien die eigentliche Gefahr. Wo sie wachsen, hätten die Flammen genug Futter, um die Bäume über die Blätter und kleine Äste hinaus intensiver in Brand zu setzen. Ich habe das nicht verifizieren können, aber Greg erscheint mir als Wissensbrunnen des praktischen Feuer-Handlings. Dass immer wieder Bäume umfallen, ist ein Grund, warum LED-Tafeln aufgestellt werden: „Buschfeuer-betroffenes Gebiet – fahren Sie vorsichtig“. Die Feuerlogistik ist ebenso wie die Postfeuerlogistik beeindruckend. Und zugleich hemdsärmlig, denn sie ruht überwiegend auf freiwilligen Schultern. Bis zu 90% der Firies, der Feuerwehrleute Australiens, sind mehr oder weniger unbezahlte Ehrenamtliche. Ein paar Minuten später kommt das Räumkommando. Mit Motorsäge, Ketten und Pick-Up bewaffnet, machen sie die Straße wieder frei. Klappt nicht immer beim ersten Mal, wie man sieht. Aber irgendwann doch. Das Militär fährt zwar herum, um die sturzgefährdetsten Straßenbäume sofort zu fällen, aber nur die eindeutigen Fälle. Zum ersten Mal überhaupt beteiligen sich Soldaten an der Brandräumung, was viele Australier beeindruckt, weil es ein Zeichen der Katastrophalität ist. Greg sagt, das hier sei typisch für Eukalyptus. Wenn deren Substanz erst brenne, dauere das sehr lange, das Innere des Stamms werde ausgehöhlt, der Baum gerate in akute Umkippgefahr. Besonders Zwillingsstämme könnten sich bei Trockenheit abspalten. Und umfallen, so wie hier. #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales
Das Feuer geht, die Gefahr bleibt. Auf viele verschiedene Arten. Genau auf dieser Straße in Batlow fuhr ich kurz zuvor noch entlang. Wenig später ist ein Baum draufgestürzt, quer über die Fahrbahn. Sofort ruft jemand die Polizei und Greg, der Polizist von Batlow, eilt herbei, um den Verkehr um den Baum zu leiten und die Aufräumarbeiten zu koordinieren. Im SPIEGEL (und digital auf Spiegel ) erschien vor zwei Wochen eine sehr lesenswerte Reportage von @jonathanstock. Er war auch im schlimm getroffenen Batlow, der „Apfelstadt“ von New South Wales, deshalb bin ich überhaupt hier. Greg erzählt, wie sehr die Gegend gelitten hat, und einige interessante Details. Blackberries, Brombeersträuche, seien die eigentliche Gefahr. Wo sie wachsen, hätten die Flammen genug Futter, um die Bäume über die Blätter und kleine Äste hinaus intensiver in Brand zu setzen. Ich habe das nicht verifizieren können, aber Greg erscheint mir als Wissensbrunnen des praktischen Feuer-Handlings. Dass immer wieder Bäume umfallen, ist ein Grund, warum LED-Tafeln aufgestellt werden: „Buschfeuer-betroffenes Gebiet – fahren Sie vorsichtig“. Die Feuerlogistik ist ebenso wie die Postfeuerlogistik beeindruckend. Und zugleich hemdsärmlig, denn sie ruht überwiegend auf freiwilligen Schultern. Bis zu 90% der Firies, der Feuerwehrleute Australiens, sind mehr oder weniger unbezahlte Ehrenamtliche. Ein paar Minuten später kommt das Räumkommando. Mit Motorsäge, Ketten und Pick-Up bewaffnet, machen sie die Straße wieder frei. Klappt nicht immer beim ersten Mal, wie man sieht. Aber irgendwann doch. Das Militär fährt zwar herum, um die sturzgefährdetsten Straßenbäume sofort zu fällen, aber nur die eindeutigen Fälle. Zum ersten Mal überhaupt beteiligen sich Soldaten an der Brandräumung, was viele Australier beeindruckt, weil es ein Zeichen der Katastrophalität ist. Greg sagt, das hier sei typisch für Eukalyptus. Wenn deren Substanz erst brenne, dauere das sehr lange, das Innere des Stamms werde ausgehöhlt, der Baum gerate in akute Umkippgefahr. Besonders Zwillingsstämme könnten sich bei Trockenheit abspalten. Und umfallen, so wie hier. #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales
Das Feuer geht, die Gefahr bleibt. Auf viele verschiedene Arten. Genau auf dieser Straße in Batlow fuhr ich kurz zuvor noch entlang. Wenig später ist ein Baum draufgestürzt, quer über die Fahrbahn. Sofort ruft jemand die Polizei und Greg, der Polizist von Batlow, eilt herbei, um den Verkehr um den Baum zu leiten und die Aufräumarbeiten zu koordinieren. Im SPIEGEL (und digital auf Spiegel ) erschien vor zwei Wochen eine sehr lesenswerte Reportage von @jonathanstock. Er war auch im schlimm getroffenen Batlow, der „Apfelstadt“ von New South Wales, deshalb bin ich überhaupt hier. Greg erzählt, wie sehr die Gegend gelitten hat, und einige interessante Details. Blackberries, Brombeersträuche, seien die eigentliche Gefahr. Wo sie wachsen, hätten die Flammen genug Futter, um die Bäume über die Blätter und kleine Äste hinaus intensiver in Brand zu setzen. Ich habe das nicht verifizieren können, aber Greg erscheint mir als Wissensbrunnen des praktischen Feuer-Handlings. Dass immer wieder Bäume umfallen, ist ein Grund, warum LED-Tafeln aufgestellt werden: „Buschfeuer-betroffenes Gebiet – fahren Sie vorsichtig“. Die Feuerlogistik ist ebenso wie die Postfeuerlogistik beeindruckend. Und zugleich hemdsärmlig, denn sie ruht überwiegend auf freiwilligen Schultern. Bis zu 90% der Firies, der Feuerwehrleute Australiens, sind mehr oder weniger unbezahlte Ehrenamtliche. Ein paar Minuten später kommt das Räumkommando. Mit Motorsäge, Ketten und Pick-Up bewaffnet, machen sie die Straße wieder frei. Klappt nicht immer beim ersten Mal, wie man sieht. Aber irgendwann doch. Das Militär fährt zwar herum, um die sturzgefährdetsten Straßenbäume sofort zu fällen, aber nur die eindeutigen Fälle. Zum ersten Mal überhaupt beteiligen sich Soldaten an der Brandräumung, was viele Australier beeindruckt, weil es ein Zeichen der Katastrophalität ist. Greg sagt, das hier sei typisch für Eukalyptus. Wenn deren Substanz erst brenne, dauere das sehr lange, das Innere des Stamms werde ausgehöhlt, der Baum gerate in akute Umkippgefahr. Besonders Zwillingsstämme könnten sich bei Trockenheit abspalten. Und umfallen, so wie hier. #australienbrennt #australianbushfires #newsouthwales